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Kleingartenendlosigkeit

Das Gefühl der Endlosigkeit überkam mich. Im Kleingarten meiner Eltern. Ein Sonntagsgefühl ohne Sonntag. Aber gar nicht so schlecht.
Ich hatte Lust auf den Versuch es einzufangen. Ganz minimalistisch. Und für das Augustthema „Magischer Minimalismus“ von Paleica.

Der Kleingärtner an sich ist ja schon eher ein spezielles Völkchen, und lädt dazu ein ihn viel genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit Humor und Feingefühl.😉
Mal schauen. Vielleicht läßt sich daraus mal eine Menschenstudie machen.🙂

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Rot ist der Sommer

Mit Nina unterwegs. Das ist immer etwas worauf ich mich freue. Ob der Besuch eines Poetry Slams, eines Konzertes, oder wie jetzt Bilder machen.
Nina ist ein herrlich offener Mensch und ich mag sie sehr. Nina, falls du es noch nicht weißt:

Ich mag dich! Bitte bleib so wie du bist!

Vielleicht fällt es auf. Der rote Rock war unser Thema.

Zu Beginn unseres Treffens schüttete es wie aus Eimern. Für Nina grundsätzlich kein Problem, nur wollten wir nicht direkt nach 5 Minuten nass bis auf die Haut sein. So stolperten wir etwas durchs Laub, auf der Suche nach einem trockenen Ort.
Doch dann kam die Sonne und warf fragile Schatten auf Ninas Wangen.

Mein Lieblingsbild. Nina voll im Schwung.

Schwedischer Sommer in Deutschland. Irgendwie verbinde ich die Bilder damit. Vielleicht liegt es an der Birke. Ist es denn eine? Und gibt es überhaupt Birken in Schweden? Bestimmt. Hach, so oder so, mir gefallen sie sehr.

DANKE Nina, dass ich die Bilder zeigen darf und das du so bist wie du bist! Knutsch!

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RESET

Manchmal tut es gut sich zu resetten, neu aufzustellen, neutralisieren. Den Blick, die Gewohnheit. Und wie ich mir im Alltag einen Reset-Button wünsche so mache ich es mir in der Fotografie einfach und werde analog. Das ist so erfrischend und befreiend. So ist der eingelegte Film wie ein Glas Wasser zum Kaffee oder ein Stück Brot zur Suppe,… Mehr Analogien fallen mir gerade nicht ein.
Aber es ist erleichternd reduziert, ich muss mich auf mich selbst verlassen, der Weg scheint das Ziel zu sein.

Bis der Film voll ist und man ungeduldig auf das Ergebnis wartet. Mal enttäuscht und dann wieder begeistert ist. Und das paradoxe, diese Bilder natürlich digital haben möchte. Man muß es mögen, sonst versteht man es nicht.

So sind diese Bilder aus Januartagen. Blauer Himmel. Kalte Luft. Ein Teil meiner Kleinstadt. Und ich mag sie. Die Kleinstadt und die Bilder. Wie das Wasser zum Kaffee. Und das Brot zur Suppe. Und … mehr fallen mir gerade nicht ein.

Wenn ich mir die Bilder so betrachte, so passen sie vielleicht auch zum neuen Thema der 12 Magischen Mottos -magischer Minimalismus-

Minimalistisch sind sie. Magisch? … Vielleicht nicht gerade.

Sommergold

Die Sommer feiern wie sie fallen

Das Juli-Thema von Paleica und ihren 12 magischen Mottos ist so wunderbar entspannt.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Alleine über den Sommer nachzudenken hat mir schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Viele mögen ja den hiesigen Sommer nicht. Was ich nicht verstehen kann. Er ist so erfrischend😉 abwechslungsreich. Auf heiße Tage folgen kühlere. Gewitter, Wolken, Sonne, Regen, blauer Himmel, Wind und Blätterfliegen, Baumkronen rauschen,…

Auf meinem Spaziergang wollte ich einfach etwas die Seele baumeln lassen und auch das hat ganz wunderbar geklappt.

See I

follow me!

35mm, Melissa und ich. An mein neuestes Objektiv habe ich mich lange nicht herangetraut. Aber beim Treffen mit Melanie, Annika und Melissa wollte ich mal mutig sein. Annika zeigte uns diese einfach traumhafte Location, einen Steinbruch mit See. Einfach großartig.

Melissa durfte also als erste vor die 35mm und ich muss auf jeden Fall VIEL mehr damit machen. Es macht einfach Spaß!

Vielen Dank Melissa!

lächeln

Alles bleibt anders

„Begebt euch auf die Suche – vielleicht auch auf die Suche in eure Fotografie.“ – sprach es. Und ich tat es. Paleicas Junithema „Same same, but different“ der 12 magischen Mottos führte mich zu mir selbst.

Alles bleibt anders (frei nach Herber Grönemeyer), so dachte ich und wühlte in meinem Archiv. Innen und außen.

Ich wiederhole mich ständig: Blümchen, Pflanzen, Bäume, Portraits, Kleinstadt, Wolken,…
Doch etwas läßt mich tatsächlich nicht los. Etwas, was mich immer wieder einholt, bin ich. Nicht nur fotografisch. Aber dort wird es auch für andere sichtbar. Selbstporträts. Ich im Zentrum. Ich, immer wieder Ich. Nur anders.

So…

Oder so…

Das ist keine Selbstverliebtheit. So mag es vielleicht auf andere wirken. Aber es ist im Grunde genau das Gegenteil.
Es ist ein kritisches Beäugen, ein Suchen, ein Hadern, ein Vergessen und manchmal ein Erkennen. Sich sehen. Mit Abstand und ein Fühlen.

Manche sind ein Spiegel meiner Seele, oder Wünsche, manche einfach nur so. Zum Ausprobieren und Entdecken.

Eine ganz persönliche Entdeckungsreise oder um der Frage nach zu gehen: Wie funktioniert dieser sch*** Blitz, und warum findet mein Handy keine Verbindung zu dieser blöden Fuji-App… Fragen über Fragen!

Sie werden vermutlich auch nicht enden. Die Fragen und die Treffen mit mir selbst. Da gibt es noch einiges zu ergründen.

Hasi

zerliebt und zugenäht

Wie fange ich an.

Und warum fotografiere ich Kuscheltiere.

Zum ersten Mal gesehen habe ich es hier. Bei Katja Kemnitz. Es hat mich direkt berührt.
Denn im Grunde benötigt es keine Worte, um die Bilder und die Geschichten dahinter zu sehen. Sie sich vorzustellen, dabei zu lächeln oder auch etwas traurig zu sein.

Ich habe selbstverständlich meine Töchter erst um eine Shootingerlaubnis gebeten bevor ich ihr Freunde fotografiert habe. Es wurde auch ernsthaft abgewägt.
Um so erfreuter war ich über die Zusage.🙂

Darf ich vorstellen: Willi. Willi Watschel. Aus dem Hause TCM.
Er ist seit der Geburt meiner großen Tochter an ihrer Seite. Fast 12 Jahre.
Geschmust, zerkaut, vergessen, vermisst und heiß geliebt worden. Geflickt. Um weiter heiß geliebt zu werden.

Darf ich vorstellen: Ersatz-Willi.
Man sieht es ihm an. Er wird nicht annähernd so geliebt und fristet sein Dasein in einer Schublade. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen deswegen. Aber alles hat seinen Preis. Dafür sieht er noch ziemlich gut aus für sein Alter. Und zeigt, was Liebe alles aus einem machen bzw. nicht machen kann.

Wo das Erstgeborene noch ein „Markenprodukt“ bekam, wurde es bei meiner zweiten Tochter ein Spontankauf vom Lidl zum Schnäppchenpreis.
Gleich in doppelter Ausführung, als erfahrene Mutter…😉 *räusper*

Darf ich vorstellen: Hasi.
7 Jahre.
Beschmust, zerknäult, zerrissen, beweint und heiß geliebt. Notoperiert. Um weiter heiß geliebt zu werden.

Kurz: Ersatz-Hasi

Und was ist die Moral von der Geschichte?
Für mich persönlich… Leben hinterlässt Spuren. Und all das Glattgebügelte stimmt mich traurig.
Denn man sieht es nicht. Die Liebe. Die Wut. Die Trauer. Das Leben. Das einen zeichnet im Guten und im Schlechten.
So muss es sein! Und ich bin bereit. Bereit zum Zerlieben!

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Im hohen Gras

Da saß ich. Ein Riese nimmt Platz. So fühlte ich mich in diesem m^2 Natur.
Riesig und fremd. Alles plötzlich so still!

Bis man ankommt und es beginnt um einen herum wieder laut zu werden.

Es kribbelt und krabbelt. Raschelt. Es brumselt und sumselt.

Und man selbst wird unsichtbar.

Kratzt sich am Bein. Das Gras, das kitzelt. Kratzt sich die Nase. Die bitzelt.

Mit feuchtfröhlichem Po breche ich wieder auf. Mit bitzelnder Nase, noch ganz unsichtbar vom Sumseln und Brumseln im hohen Gras.

– Paleica – 12 magische Mottos – Mai – Blumen und Blätter –

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Zwischen Blumen und Blätter

Zwischen Blumen und Blätter. Da trafen wir uns. Svetlana und ich.
Wir haben uns für ein paar schöne Bilder verabredet.
Was so leicht klingt ist ja immer auch etwas aufregendes. Einem Fremden zu begegnen.
Eine vertraute Basis zu finden und auch eine gemeinsame Sprache.
Jeder trägt seine Bildidee in sich. Seine Vorstellungen vom Ergebnis.
Und noch ist man unwissend wie es wird…

Man tastet sich ran und bekommt eine Idee vom Großen und Ganzen. Dann entspanne ich mich langsam.🙂 Und fühl mich wohl.
Svetlana hat es mir auch leicht gemacht mich wohl zu fühlen. (Sollte es nicht umgekehrt sein?!)😉

So spaziert man hier hin und dort hin.

Und lässt sich ein wenig fallen.

Für den Moment.

DANKE Dir!😀