Das erste Thema der Magischen Mottos 2.0

Abstraktion

Was ein komplexes Thema! Am Anfang dachte ich so… klar… yeah… mit Licht malen… null Problemo…

Dann dachte ich so … komm nimm mal dein Prisma. Liegt lange genug rum, das arme Ding. Halts mal vor die Linse. Und mir war zu kalt draußen. Also platzierte ich mich vorm Fenster und abstrahierte mich.

Laut Wikipedia bedeutet Abstraktion in der Kunst unter anderem vom Allgemeinen auf das Wesentliche zu kommen. Was als wesentlich im Einzelnen gilt bestimmt einerseits der Künstler mit seinem kreativen Produkt und andererseits der Betrachter mit seiner ganz individuellen Wahrnehmung.

Ich war mir nur noch nicht Abstrakt genug. Ich überlegte und machte Detailaufnahmen, von Blumen und Strassen und Lichter. Das alles war mir nicht losgelöst genug. Zu erkennbar und fest in seiner Form. Ich wollte etwas bestehendem, alltäglichen, vielleicht langweiligem, eine neue Bedeutung geben. Frei von seiner bisherigen starren Form.

Innerlich hatte ich es schon abgehakt und war unzufrieden mit mir. Ich spielte lustlos mit der Kamera und passierte den Tag revue. Und erinnerte mich an eine Unterhaltung. Langzeitbelichtung, Nacht, Stativ,… so der kurze Inhalt. Und es war gerade dunkel. Also stellte ich mal 1/4 Sekunde ein, ich hatte kein Stativ, also verstärkte ich einfach die Bewegungsunschärfe… Das Ergebnis gefiel mir.

Ich schlief darüber. Überlegte ob und wie ich es weiterführen möchte. Manchmal läßt der Alltag es nicht zu eine Idee direkt weiterzuführen. So hoffte ich den richtigen Moment wieder zu finden. Dabei muss ich auch klar sagen, dass ich selbst oft der limitierende Faktor bin. Auch mein Inneres muss bereit für eine Idee sein.

Nach einer Kanne Kaffee war es bereit… den Bezug zur Realität zu verlieren.

Zurück vom Kunstrausch… oder war es der Kaffee?! holte mich der Alltag ein. Ich musste raus! Bei der Kälte. Ich weiß, für manche ist das ein Genuss. Mich kostet es Überwindung und dann die vielen Sachen, die man anziehen muss. Dicke Jacke, Schal, Mütze, Handschuhe,… Die Sonne hat mich friedfertig gestimmt und dann sah ich das nächste Motiv für mich. Ein Produkt der Kälte und ich abstrahierte was das Zeug hielt. Also, die Kamera. Offenblende 1.4.

Aus dem Rausch der Tiefe zog es mich ins Licht. Ich hatte auch genau einen Plan im Kopf wohin es gehen sollte. Angekommen machte ich ein paar Testschüsse. Und dann???? Akku leer, was soll denn DAS! ECHT JETZT?!

Für ein Bild reichte es noch und ich muss sagen: Das ist für mich das Bild. So hatte ich es mir vorgestellt, aber nicht in Worte fassen können wie es denn aussehen sollte.

abstrahierte Natur

Liebe Paleica, das hat mich echt gefordert. 🙂 Hätte ich anfangs nicht so vermutet wie sehr mich das Thema beschäftigen wird. Und jetzt fühle ich mich gut und zufrieden mit meinem Ergebnis.