Das Sommerloch

… hat mich blogtechnisch seit Mai im Griff. Ich bin etwas ratlos. Ich möchte mich weiterentwickeln mit dem Blog und doch lähmt mich etwas. Plötzlich weiß ich nicht mehr wie ich mit dem Medium umgehen soll.

Hab keine Worte. Bin blockiert. Nun, vielleicht ist es das Sommerloch und ich akzeptiere einfach den momentanen inneren Zustand.

An Ideen und Bildern fehlt es im Grunde nicht. Ich bin ratlos.

Brauche ich mehr Konzept? Ich habe schon in der Vergangenheit einen roten Faden gesucht. Oder muss ich’s akzeptieren das ich nicht so bin?

Ohne Konzept und Plan. Zum Chaos tendierend. Unausweichlich.

Diese Bilder haben mir innere Ruhe gegeben. Keine Lösung für meine innere Zerrissenheit, aber ein befriedigendes Gefühl. Von der Aufnahme bis zum ersten richtigen Anblick nach dem Scannen der Negative.

Mit zittrigen Fingern habe ich den Film eingelegt. Klappe zu… Ist sie auch wirklich zu?!
Drehen bis zur ersten Markierung, langsam… um es auch nicht zu verpassen. 🙂

Bei dem Blick durch den Sucher schon fasziniert und gehofft es mit der Belichtung auch nicht zu versauen. Dann wurde es doch unscharf. 🙂

Ich war ganz konzentriert bei der Sache. Es war so entspannend! Es wird viel geredet von Achtsamkeit. Ein inflationär genutztes Wort. Und welches mich mittlerweile nervt. Es klingt so hochtrabend. Leute, seid doch einfach bei euch. Mit Körper und Geist an einem Ort im Hier und Jetzt.
Ich weiß, dass ist NICHT leicht. KLAR! Aber muss man dafür Bücher kaufen? Und Workshops besuchen?

Kauft euch lieber eine Kamera und einen Film! 🙂 Seid im Hier und Jetzt! Oder geht Tanzen, Klettern, … lest ein GUTES Buch. 🙂

Hach, bin abgewichen vom Sommerloch, vom Thema. Ohne Plan und ohne Konzept.

Ich lese übrigens zur Zeit „Der fremde Gast“ von Charlotte Link. Kann ich nur empfehlen. Und diejenigen, die es bereits kennen, BITTE nicht spoilern! 😀

Hach, war ja auch mal schön sich was von der Seele zu schreiben. Danke, wer sich bis hier hin durchgehangelt hat. Durch Themenhoping, und meine Bilder, die in diesem Falle für mich Seelenschmeichler sind. 🙂

33 Kommentare zu „Das Sommerloch

Gib deinen ab

    1. Liebe Andrea, *hihi ja es ist mein Blog. Du hast recht! Einem anderen hätte ich es auch so gesagt und geraten. 🙂 Weiß auch nicht warum ich es mir da selbst so kompliziert mache… Sommerpause klingt wirklich attraktiv! Darauf jetzt ein Zitroneneis. Liebe Grüße Nicole

  1. Mach einfach was dir Spaß macht und denk nicht zu viel drüber nach. Ich habe schon ein paar dieser „Sommerlöcher“ erlebt und dann kam was (für mich) neues, tolles und das Tief war wie weggeblasen! Also nicht verzweifeln, die nächste Inspiration kommt bestimmt! 😉

  2. Huch, hier wird das Wort „Achtsamkeit“ so gedizzt… da habe ich direkt ein schlechtes Gewissen, den Nacken etwas eingezogen… aber als du geschrieben hast: „kauft euch eine kamera!“ war ich wieder ganz bei dir😂… wenn man tatsächlich Achtsamkeit praktizieren möchte – nicht darüber lesen oder so, sondern sie leben möchte (was ich schon für mich als sinnvoll erachte…), dann gibt es – für mich – kaum was Besseres als Fotografieren… … und mit so einer Kamera würde ich auch mal gerne losziehen? Wo hast du sie her?

    1. ^^ Dieses Wort und für was es steht wird einfach (in meiner Wahrnehmung) ziemlich oft verwendet um etwas zu „verkaufen“, aber Achtsamkeit kann man nicht kaufen. Man muss sie leben und es einfach mal machen.
      Und du lebst sie ja mit deinem Blog. Und deiner Fotografie und Achtsamkeit. Ich wollte sicherlich nicht ein schlechtes Gewissen hervorrufen!
      Und wir sind uns ja einig. 🙂 Wir finden diesen Zustand zB beim Fotografieren. Tango tanzen kann ich noch empfehlen. 😉 Aber zum Schluss findet es jeder wo anders, bzw. die Könner überall.

      1. Tango… coole Idee, aber ich glaube, dabei wäre ich superverkrampft😂… ich halte es dann lieber mit wandern, Gartenarbeit und ähnlich rustikalen Dingen😅… Hier in der Nähe gibt es aber einen regelmäßigen Tango-Abend und da wollte ich mal zum Fotografieren hin… gut, dass du mich DA noch mal dran erinnerst;-)…

  3. liebe nicole, in diesen phasen, wo einem irgendwie die worte fehlen ist es am besten, sie nicht erzwingen zu wollen. es gibt sicherlich einen grund, warum es für dich mit diesem medium nicht so weitergeht wie bisher und du wirst ihn finden. vielleicht ist es das gefühl, ein konzept haben zu müssen, obwohl du lieber frisch von der leber weg zeigst was du gesehen hast. vielleicht ist es umgekehrt. vielleicht ist auch grade nicht die zeit dafür. es wird sich bestimmt weisen!

    1. Liebe Christina, ja, vielleicht gibt es einen Grund. Ich dachte ja ich wäre geduldig… und würde nicht erzwingen und doch lauert in mir eine Erwartungshaltung… Ach, das Unbewußte ist manchmal echt nervig. 🙂 Danke für deine Worte! Ich werde sie sacken lassen. Wenn jemand was vom Bloggen und Worten was versteht, dann du. 🙂 Und du hast es schon auch auf den Punkt gebracht, ich habe das Gefühl ein Konzept haben zu müssen. Ich wäre so gerne strukturiert und durchorganisiert… Vielleicht ist es auch einfach Zeit für eine kleine Veränderung in irgendeiner Weise. DANKE! ❤ Und es ist wirklich sehr hilfreich es einfach mal ausgesprochen zu haben, hätte ich nicht gedacht!

      1. ❤ bitte gerne, dafür sind "wir" ja da 🙂 ich kenne das nur zu gut, es hilft oft, sich mal hinzusetzen und zu sagen "leute, es passt grade irgendwas nicht". bei mir ist es sehr oft so, dass sich im rahmen dessen, dass ich mir selbst bewusst mache, dass mir grade etwas nicht gefällt, schon etwas herauskristallisiert, wie es anders werden könnte. problematisch bei solchen dingen sind glaub ich immer das "ich sollte". letztendlich bleiben wir nur bei dem, was von herzen kommt!

  4. Muss doch nicht alles nach Plan gehen ;). Wenn das Dein „Chaos“ ist, dann bin ich gern dabei – authentisch war’s. Ich bin auch nicht sonderlich strukturiert mit meinem Blog – ich schreibe, wenn und über was ich möchte. Was mich bedrückt oder erheitert. Und ich zeige meine Fotos. Halte durch, Dein Sommerloch verschwindet wieder. Ganz sicher 😀

    Mit welcher Kamera und Film hast Du fotografiert? Entwickelst Du auch selbst?

    Gruß, Annett

    1. Liebe Annett, auch deine Worte geben mir Mut! 😀 Aber kennst du das nicht den Wunsch nach … ach keine Ahnung … und „keine Ahnung“ verwende ich in letzter Zeit ziemlich oft… ^^ Jetzt habe ich mal etwas bewusster in deinem Blog gestöbert und dein Plädoyer für mehr Langsamkeit find ich richtig gut! Den Gedanken nehme ich mit in mein Sommerloch! 😀

      Die Kamera…die, die auf dem Beitragsbild zu sehen ist. Eine Start Kamera mit einem Euktar 1:3,5 / 75mm. Mehr weiss ich über die Kamera auch nicht. ^^
      Diesen Rollfilm habe ich bei Amazon gekauft: https://www.amazon.de/Kodak-Portra-Color-Negative-Film/dp/B004ABHKZ8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1499698973&sr=8-2&keywords=rollfilm+kodak

      Den Film habe ich dann bei dm zum Entwickeln abgegeben und im Fotoladen meines Vertrauens die negative eingescannt. In Lr dann noch schöner ausgeschnitten und gedreht…

      Liebe Grüße, Nicole

      1. Super! Danke für Deine Erläuterungen, Nicole. Das klingt interessant und nicht schwer. Dafür aber nach Intensität und Bewußtsein. Und Langsamkeit. ☺

  5. Oh das kenn ich… Aber ganz ehrlich, um Dich mach ich mir da gar keine Sorgen… Denn Kreativität verlernt man nicht! Und Du hast oft genug gezeigt, wieviel Kreativität in Dir steckt!! Hör auf Dein Gefühl, nehm Dir ne Auszeit und beende sie wenn Dir danach ist… Und ich bin überzeugt, dass Du danach wieder voller Elan ganz viel tolle Dinge zeigen wirst… Ganz sicher! 😉

    1. Schön das du an mich glaubst! 🙂 Ich glaub ich bin reif für die Insel. 😉 Ich bewundere deinen Elan mit denen du deine Projekte und Ideen umsetzt. Ich schaue es mir gerne an und lasse es auf mich wirken.

      Danke für deine Worte, Markus!

  6. Ich bin ja auf deinem Blog eher ein stiller Mitleser, aber dein Beitrag hat mich gerade sehr erwischt… moment, ich hol aus: Bin gerade am stöbern und hab viele Artikel gelesen wo ich dachte, ja, ok, meh, schön… dein Sommerloch war genau das Gegenteil: „Ja, ja, genau, voll schön“. Erst die Bilder, dann die (eigentlich ja sehr melancholischen) Sätze und dann noch dein Plädoyer für das Hier & Jetzt abseits von Modewörtern 🙂 Da mach ich mir genau wie Markus wenig Sorgen, dass es gut sein wird. Was immer auch kommt. Deswegen auch keine Ratschläge von mir. Ich als „Buntmischchaosblogger“ dürfte mir das eh nicht erlauben 😉

    1. Oh Markus, danke dir! Ich gehöre ja auch eher zu den stillen Lesern… umso mehr freue ich mich über deine Worte und die Veranschaulichung deiner Gedanken zu meinem Sommerloch! 🙂 Mit der Erkenntnis das so ein Austausch auch echt mal gut tut! Ein HOCH auf „Buntmischchaosblogger“. 🙂 DANKE!

  7. Ich sach nur: Mut zur Lücke! Wenn dann mal nichts kommt, dann kommt halt mal nichts. Wird keiner dran sterben! Ich bin achtsam – leise für mich… – war ich übrigens immer schon, bevor es diesen Hype und dieses Modewort gab. Heute wird aus allem so was Großes gemacht und selbst ne Pause wird zum Problem …

    Pause – ich bin nicht da – Tür zu – ohne Rechenschaft abzulegen – irgendwann geht die Tür wieder auf – welch eine Freude … Leute, die sich für Dich interessieren, werden da sein … auf die anderen kommt es eh nicht an…

    Ist man heute eigentlich jedem Rechenschaft schuldig??? Tu genau das, was Du JETZT brauchst – egal wie es sich nennt. Und wenn Du morgen was ganz anderes machst – auch gut! Leben ist Veränderung – Leben ist Pause – Leben ist auch Loch – es muss auch mal andere Zeiten geben, damit man die jetzigen zu schätzen weiß. Oder auch umgekehrt …. Menno – tu genau das, was Dein Bauch Dir sagt – Genau das wird richtig sein!

    Ich wünsche Dir viel Spaß dabei!!!

    1. Menno, ja genau!

      So klare wahre Worte! Die habe ich mir jetzt mehrmals durchgelesen. Sie klingen nach. Und ich gebe dir Recht. Du triffst den Nagel auf den Kopf, während ich noch in die Gedankenfalle tappe.

      Ich glaube ich brauchte mal ein Zurechtrücken, ein Menno!
      Ja, dieses Pause-Rechenschaftsding, ein selbst gemachtes „Problem“…

      DANKE DIR! ❤

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